Parallele Leben in Komas und Nahtoderfahrungen: Beweise für das Leben nach dem Tod?


Von: Gaia Team, 13. August 2018

Bist du jemals aus einem Traum erwacht, der dir so real vorkam, dass du darüber enttäuscht warst, aufzuwachen, oder vielleicht sogar die Realität in Frage gestellt hast? Eine dieser Traumerfahrungen, die dich den Rest des Tages oder sogar wochenlang begleitet? Ein Traum, der dich in einen Zustand unbeschreiblicher Nostalgie versetzt – ein Gefühl, das Brasilianer vielleicht als “Saudade” bezeichnen würden, ein nebeliger, träumerischer Schwermut. Doch was wäre, wenn dieser Traum so realistisch war, dass er dich in einen depressiven Zustand versetzt und dich hinterfragen lässt, ob er realer als diese Realität ist? So etwas ist oft bei Menschen der Fall, die eine andere Lebzeit durchleben, im Koma, wenn sie bewusstlos geschlagen wurden oder während einer Nahtoderfahrung (NTE); die zurückkehren und glauben, Beweise für ein Leben nach dem Tod oder eine andere Realität im Jenseits gefunden zu haben.

Solche Nahtoderfahrungen können für Verwirrung in Bezug auf die existentiellen Fragen des Lebens sorgen – warum wir hier sind, wie wir hierhergekommen sind und was passiert, wenn wir sterben –, oder in manchen Fällen können sie auch für Klarheit sorgen.

Die Thematik ist zum Gegenstand überaus populärer Bücher, Filme und Sendungen geworden, obgleich Wissenschaftler die Validität solcher Erfahrungen diskutieren und sie als Halluzinationen in der Narkose oder als Produkt eines intensiven, ausgedehnten Traums abschreiben. Aber oft zwingt die subjektive und glaubhafte Natur dieser Erfahrungen die Skeptiker, das, was sie einst für unantastbar hielten, in Frage zu stellen.

Und es sind diese Berichte, die uns dazu bringen, die Fundamente unserer eigenen bewussten Realität zu hinterfragen.

Gehirnerschütterungen und eigenartige Komageschichten

Es gibt eine populäre Geschichte, die auf Reddit über die Erfahrung eines Studenten die Runde machte, der bewusstlos geschlagen wurde. Und obwohl es natürlich schwierig ist, die Authentizität der Geschichte zu überprüfen, gibt es eine Vielzahl von Anekdoten als Reaktionen von Menschen, die ähnliche Phänomene in einem bewusstlosen Zustand erlebt haben.

Oft wird von bizarren Zeitverzerrungen berichtet, in denen Jahre vergehen, während der Erfahrende in Wirklichkeit nur wenige Minuten bewusstlos war. Die gleiche Ausdehnung der Zeit kann unter Narkose, im Traum und während intensiver psychedelischer Trips auftreten, wobei das Individuum bei der Rückkehr oft irritiert bleibt und die Bedeutung von Realität und Zeit an sich in Frage stellt.

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Dieses Phänomen wird normalerweise so erklärt, dass unser Geist die Geschichte eines Traums mit Erinnerungen füllt, die den Anschein machen, dass sie gelebt wurden. Aber die Erfahrung dieses Reddit-Nutzers, betitelt “A Parallel Life / Awoken By A Lamp” (Ein Paralleles Leben / Erwacht Durch Eine Lampe), schildert sein Erlebnis, ein ganzes Jahrzehnt eines anderen Lebens durchlebt zu haben, einschließlich der Geburt und Erziehung von zwei Kindern.

Die ganze Geschichte findest du auf Englisch unter diesem Link , aber für eine Kurzfassung lies weiter… Der Reddit-Nutzer erzählte, dass er während seines letzten Uni-Semesters von einem Footballspieler mit dem Dreifachen seines Gewichts ausgeknockt wurde. Während seiner Bewusstlosigkeit lernte er eine Frau kennen, war glücklich verheiratet und erlebte die Geburt von zwei Kindern. Jeden Tag vor der Arbeit ging er in ihre Zimmer und verbrachte Zeit mit den Kindern. Er hatte einen großartigen Job, eine schöne Beziehung mit seiner Frau und tiefe emotionale Erlebnisse, die ihn mit dieser Familie verbanden.

Doch eines Tages bemerkte er, dass eine Lampe in seinem Haus seltsam aussah, irgendwie verdreht. Er verbrachte die folgenden Tage auf der Couch, starrte auf die Lampe und versuchte herauszufinden, warum sie so aussah, wie sie aussah. Er hörte auf zu essen, zu trinken und sogar das Badezimmer zu benutzen. Seine Frau war besorgt und holte jemanden ins Haus, um mit ihm zu reden, bevor sie die Kinder zum Haus ihrer Mutter brachte, weil sie so verärgert war. Dann erkannte er, dass die Lampe nicht echt war, ebensowenig wie das Haus, die Frau oder die Kinder. Plötzlich wachte er auf, hörte Stimmen und Schreie; ein Polizist hob ihn auf und setzte ihn in sein Auto, um ihn ins Krankenhaus zu fahren.

Nur wenige Minuten waren vergangen, aber in seinem bewusstlosen Zustand ereignete sich ein ganzes Jahrzehnt seines Lebens. Er verbrachte die nächsten Jahre in einem depressiven Zustand und versuchte, den Verlust einer Familie zu bewältigen, die er für real hielt, und einer Realität, die erstaunlicherweise weniger angenehm war als die, von der er glaubte, sie gelebt zu haben.

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Geschichten von Komapatienten

Die erwähnte Geschichte könnte in medizinischer Fachsprache als Konfabulation beschrieben werden; eine Störung des Gedächtnisses, definiert als die Erschaffung von erfundenen, verzerrten oder falsch interpretierten Erinnerungen von sich selbst oder der Welt, ohne die bewusste Absicht, zu täuschen.

Das ist eine ziemlich simple Definition durch eine materialistische Linse, aber es erklärt nicht unbedingt, warum diese Erfahrungen so tiefgreifende Auswirkungen auf das Verständnis einer Person von Realität haben und warum die emotionalen Auswirkungen so gravierend sein können. Liegt es daran, dass sie oft von tiefsitzenden Wünschen einer Person herrühren oder von den Projektionen der Person, die sie im Leben sein möchte? Oder könnten es Erinnerungen eines vergangenen Lebens sein?

Ein ähnliches Szenario ereignete sich bei einem Engländer namens Alpha Kabeja. Kabeja fuhr eines Tages mit seinem Fahrrad durch London, als er plötzlich von einem Van mit genügend Wucht angefahren wurde, um sein Gehirn aus seinem Schädel zu schleudern. Er verbrachte drei Wochen in einem medizinisch induzierten Koma, bevor er mit verwirrten Erinnerungen aufwachte.

Kabeja kam unter dem Eindruck zu sich, er sei auf dem Weg nach Hause von einem erfolgreichen Vorstellungsgespräch, bei dem ihm ein Job als Assistent des Einsatzleiters bei MI5 – Englands Geheimdienst – angeboten wurde. Er glaubte außerdem, seine Frau würde Zwillinge namens Sky und Nikita erwarten. Er glaubte, er verwahre ein Bild von ihrem Ultraschall in einem Buch und dass er Fotos von ihr mit einem schwangeren Bauch gemacht habe. Er erinnerte sich auch daran, dass er, bevor er aus dem Koma erwachte, mit ihr per Skype telefonierte, während sie im Urlaub in Frankreich war.

Kabeja erinnerte sich an diese Details so lebhaft wie an Kindheitserinnerungen, trotz der Tatsache, dass sie fabriziert waren. Die Ärzte sagten, sein Gehirn habe sie zusammengesetzt, basierend auf anderen Dingen, die sich in seinem Leben vor dem Unfall abspielten. Zum Beispiel erwarteten Freunde von ihm Zwillinge, und er wollte eine neue Karriere in einer Regierungsfunktion einschlagen. Im Wesentlichen verknüpfte sein Gehirn Erinnerungen mit unterbewussten Wünschen oder Projektionen aus seinem Leben vor dem Unfall; zumindest ist das die Erklärung, die die Ärzte lieferten.

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Die westliche vs. die östliche Perspektive

Die Arbeit von Stanislav Grof über außergewöhnliche Bewusstseinszustände und Nahtoderfahrungen ist wahrscheinlich in Bezug auf das Mysterium hinter diesen Erfahrungen am relevantesten. Neben seinen Studien über NTE, umfasst Grofs Forschung nicht-alltägliche Bewusstseinszustände, die aus ekstatischen, mystischen und psychedelischen Erfahrungen resultieren, an die jede Kultur außerhalb der westlichen Welt regelmäßig und bewusst erinnert.

Diese parallelen Leben werden als weitaus bedeutsamer und tiefgreifender angesehen als bloße Halluzinationen oder Träume, wenn man sie aus der Perspektive einer Kultur mit einer reichen Tradition in Mystik, Schamanismus oder Mythologie betrachtet.

Grof erachtet sie als eine Verbindung zu Carl Jungs kollektivem Unbewussten; die universelle Psyche, von der unser Verstand ein kleines Fragment ist. Die auf Technik fokussierte, materialistische Weltanschauung adressierend, vergleicht Grof diese Hirnzustände mit einem Computer, ähnlich wie die Wissenschaft unser Gehirn sieht.

Wenn du einen Computer beschädigst, ist alles, was du bekommst, ein verzerrtes Programm, du wirst kein anderes außergewöhnliches, umfangreiches Programm bekommen. Also, die Idee, dass ein pathologischer Prozess das Gehirn beeinflusst und einen dazu bringt, sich mit dem tanzenden Shiva zu identifizieren, und plötzlich versteht man alles, was es über diesen Aspekt des Hinduismus zu wissen gibt – das ist einfach keine sehr wissenschaftliche, glaubhafte Art des Denkens. – Stanislav Grof

Stattdessen ist Grof der Meinung, dass diese außergewöhnlichen Bewusstseinszustände transpersonale Erfahrungen sind; sie überschreiten räumliche Grenzen, Identität und das, was Alan Watts das “skin-encapsulated ego” (in Haut gehüllte Ego) nannte.

Er sagt, dass die Zeit bei nicht-gewöhnlichen Zuständen verzerrt wird. Man kann die Vergangenheit in den gegenwärtigen Moment holen, historische Ereignisse in das Jetzt bringen oder Erfahrungen aus einem vergangenen Leben nacherleben. In unserem gewöhnlichen Wachbewusstsein können wir lediglich den gegenwärtigen Moment erleben, der auf unserer alltäglichen Sinneswahrnehmung basiert, aber durch Kulturen, die diese ekstatischen Zustände erschließen, kann man Zeit und Raum transzendieren, als würde man den Fernsehkanal wechseln.

Könnte dies bei anderen Leben der Fall sein, die während eines Komas und anderen Zuständen der Bewusstlosigkeit erlebt werden?

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