Erlebe die Kräfte des Universums mit dem schamanischen Medizinrad

Erlebe die Kräfte des Universums mit dem schamanischen Medizinrad

In der schamanischen Überlieferung beschreibt das Medizinrad das Netzwerk der Kräfte im Universum. In diesem Netzwerk repräsentieren wir Menschen einen Teil. Wenn wir Menschen unseren Platz im Rad der Kräfte einnehmen, können wir wahre Wunder in der Welt vollbringen und der Welt Schönheit und Heilung schenken.

Als traditionelle schamanische Zeremonie bietet das Medizinrad im Rahmen von Steinkreiszeremonien sowohl eine fundierte Grundlage für Einsteigerinnen und Einsteiger als auch eine Vertiefung des Wissens für Fortgeschrittene. Erhalte in diesem Artikel tieferes Verständnis über Steinkreiszeremonien und erfahre, wie du den Weg des Medizinrades gehen kannst.

Historischer Hintergrund

In unterschiedlichen Kulturen wird das Medizinrad seit Jahrtausenden als heiliges Werkzeug genutzt, um sich mit den spirituellen Kräften der Welt zu verbinden. In europäischen Kulturen wurde dies z. B. bei den Kelten in Form von Steinkreiszeremonien gefeiert, bei indigenen Völkern in Nord- und Mittelamerika kennen wir sie als medicine wheels (Medizinräder). Diese Steinkreise finden wir an unterschiedlichen Orten auf der Welt — kleinere und riesengroße. Stonehenge ist eineindrucksvolles Beispiel für einen erhaltenen Steinkreis, dem eine große spirituelle Bedeutung beigemessen wird.

Grundlagen des Medizinrads

Der Aufbau der Medizinräder kann ganz unterschiedlich sein. In den meisten Fällen bestehen sie aus Steinkreisen, wobei die Anzahl und die Anordnung der Steine sehr variieren können. Hier wird sich nach den Bedürfnissen der Zeremonie gerichtet: Welche Kräfte sollen angerufen werden? Um welche Himmelsrichtungsenergien geht es in dieser Zeremonie? Wie ist die innere, energetische Struktur des Platzes, an dem das Medizinrad stattfindet? Diese und weitere Fragen bestimmen die Anordnung der Steine in der Zeremonie.

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Die Kräfte der Himmelsrichtungen

In der schamanischen Arbeit sind die Himmelsrichtungen und die mit ihnen verbundenen Aspekte, Elemente und Energien eine wichtige Grundlage, um zu verstehen, wie die Wirkungskräfte der Welt funktionieren. Wenn wir uns in Zeremonien mit den wirkenden Kräften verbinden, können wir spüren, dass wir ein Teil des Lebens auf Großmutter Erde sind. Und wenn wir das spüren können, öffnet sich in uns der Raum für unsere Lebendigkeit — unsere Begeisterung wächst und unser Spirit kann ein Zuhause finden, ein spirituelles Zuhause in den Armen und dem Herzen von Groß-mutter Erde.

Etwas über die Energien der neun Himmelsrichtungen zu lernen, kann ein erster Schritt auf dem schamanischen Weg sein. Dafür ist es gut, einen erfahrenen Schamanen oder Schamanin aufzusuchen. Von Kultur zu Kultur kann es dabei große Unterschiede geben, da unter anderem die Gegebenheiten eines Ortes über das Erleben der Himmelsrichtungen bestimmen.

Das Medizinrad als Werkzeug der Transformation

Der Weg des Medizinrades im Leben eines Menschen beginnt oft in großen Zeremonien, die von einer Schamanin oder einem Schamanen angeleitet werden. Die wirkenden Kräfte im Medizinrad zu erleben, hilft uns Menschen, die Welt wieder als einen einzigartigen, leuchtenden und lebendigen Ort zu erfahren. So können wir die Schönheit der Erde wieder in unserem Herzen spüren. Je öfter wir an Zeremonien teilnehmen, je mehr Unterricht wir von den Himmelsrichtungen empfangen, umso mehr wird unsere innewohnende spirituelle Existenz mit unserem Alltagsbewusstsein verbunden und so ein selbstverständlicher Teil des normalen Alltags.

Steinkreiszeremonien bieten uns die Möglichkeit, diesen Weg auch selbst zu gehen und so außergewöhnliche Erfahrungen und Spiritualität in der eigenen Geschwindigkeit ins Leben zu holen. Den Weg selbst zu beschreiten führt dazu, dass sich nach und nach Entspannung in uns ausbreiten kann — denn zu wissen und zu erfahren, dass wir von einem unerschütterlichen Gerüst von wirkenden Kräften gehalten werden, lässt uns ruhig und voller Vertrauen werden. In diesem Vertrauen gewurzelt, finden wir die Kraft, unseren eigenen Weg zu gehen. Es erweckt in uns die Neugier auf die Abenteuer des Lebens und schenkt uns den Mut, in die Tiefe des Seins zu tauchen.

Schamanismus

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Medizinrad als Ritual zum Loslassen und zur Selbstheilung

Für einen Schamanen oder eine Schamanin gilt ganz klar: Nur wenn wir unsere persönliche Geschichte bearbeiten, können wir unsere volle Lebenskraft nutzen. Und wofür? Für das, wofür wir auf die Erde gekommen sind. Aus diesem Grund wurden von Generation zu Generation wirkungsvolle Wege entwickelt, um die Vergangenheit loszulassen, den Körper zu heilen und schwere Erfahrungen in stärkende Erlebnisse zu verwandeln.

Der schamanische Weg bietet viele Methoden und Möglichkeiten, die eigene Geschichte hinter sich zu lassen. Das bedeutet, dass jede Erfahrung, die wir in unserem Leben gemacht haben, das Potenzial in sich trägt, dass wir an ihr wachsen können. Dieser Weg kann sehr effektiv gegangen werden, wenn du die richtige Begleitung hast. Denn Techniken, Rituale und Zeremonien im Schamanismus sind seit Jahrtausenden erprobt — nur die Methoden, die wirksam waren, wurden an die nächste Generation weitergegeben. Der Schamanismus bietet also einen riesigen Erfahrungsschatz und kann dich dabei begleiten, für dich einen erprobten und passenden Weg zu finden.

Das Medizinrad kann auf diesem Heilungsweg ein guter Freund sein und dich zu dir zurückbegleiten. Denn mit dem Medizinrad an deiner Seite kannst du wieder deinen Platz in der Welt spüren. Was dich als Menschen ausmacht, wohin du gehst und wie du von der Natur und ihren Gesetzmäßigkeiten gehalten wirst, all das ist im Medizinrad erfahrbar. Außerdem kannst du in der Medizinradzeremonie tiefe spirituelle Erfahrungen machen und Antworten auf deine ganz persönlichen Fragen erhalten. Antworten, die aus den Tiefen des Universums und dem Herzen der Kräfte stammen.

Der schamanische Weg kann weit und tief gegangen werden. Hier kann es ratsam sein, sich eine erfahrene persönliche Lehrerin oder einen Lehrer zu suchen, um die richtige Unterstützung zu erhalten.

Fazit

Wenn wir von erfahrenen Lehrerinnen oder Lehrern begleitet werden, kann uns das heilige Wissen des Medizinrads dazu bewegen, wieder die Tiefen des Lebens zu entdecken. In Zeremonien wie Steinkreiszeremonien sind bewegende und völlig neue Erfahrungen möglich, die uns auf unserem (Selbst-)Heilungsweg unterstützen können. Die starke Veränderungskraft, die uns schamanische Zeremonien bieten, können wir in großen Medizinrädern und Steinkreisen direkt erfahren und sie kann so ein wirksames Werkzeug zur persönlichen Weiterentwicklung werden.

Durch das Medizinrad können wir mitten im modernen Alltagsleben spüren, dass wir tief in der Natur verwurzelt sind und aus ihr Kraft schöpfen können, um unsere Energie gezielt für das einzusetzen, was wir in der Welt bewegen möchten.

Erste Kursfolge
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Medizinrad Einfuhrung


Planeten in der Astrologie: was sie über dich verraten

Wenn du sagst, dass du Löwe oder Stier bist, sprichst du von der Position eines einzigen Himmelskörpers: der Sonne. Aber dein Geburtshoroskop hat noch viele weitere Hauptfiguren: den Mond, Merkur, Venus, Mars, Jupiter, und jeder davon steht mit einem anderen Teil dessen in Verbindung, wer du bist.

Manche sprechen davon, wie du fühlst, andere davon, wie du denkst, liebst, begehrst, handelst oder den Veränderungen des Lebens begegnest. Deshalb beginnst du, wenn du sie zusammen betrachtest, zu verstehen, dass deine Persönlichkeit nicht auf eine einzige Energie reagiert, sondern auf viele Kräfte, die miteinander im Dialog stehen.

In diesem Artikel erkunden wir, was Planeten in der Astrologie sind, wofür jeder einzelne steht und warum sich ein und derselbe Planet von Mensch zu Mensch ganz unterschiedlich ausdrücken kann.

Inhaltsverzeichnis

Was Planeten in der Astrologie sind

Dein Sonnenzeichen ist nur die Eingangstür zur Astrologie. Es spricht von dem Ort, an dem die Sonne stand, als du geboren wurdest, und bestimmt deshalb das Zeichen, von dem du normalerweise sagst, dass du es bist. Aber in genau diesem Moment waren auch der Mond, Merkur, Venus, Mars und andere Planeten dort, jeder an einer anderen Position am Himmel.

Für die Astrologie stehen diese Planeten für verschiedene Teile von dir. Der Mond spricht von deinen Gefühlen; Merkur von deiner Art zu denken; Venus davon, wie du liebst; und Mars davon, wie du dem nachgehst, was du willst.

Als du geboren wurdest, befand sich jeder Planet an einem bestimmten Punkt des Himmels und, genauer gesagt, in einem Tierkreiszeichen. Diese Kombination ist entscheidend: Der Planet zeigt, welche Energie sich ausdrückt, während das Zeichen den Ton, den Rhythmus oder die Art zeigt, wie diese Energie sichtbar wird. Venus im Stier, die meist Stabilität und Genuss sucht, ist nicht dasselbe wie Venus in den Zwillingen, die neugieriger, geistiger und wechselhafter ist.

Der Planet zeigt, welcher Teil von dir gerade eine Rolle spielt; das Zeichen zeigt, wie er sich ausdrückt. Und wenn sich all diese Elemente im Geburtshoroskop verbinden, entsteht eine viel vollständigere Deutung als die, die dir nur dein Sonnenzeichen bietet. Deshalb können zwei Menschen mit demselben Zeichen sehr unterschiedlich sein: Auch wenn beide die Sonne im Löwen haben, können sie den Mond, Venus oder Mars in völlig verschiedenen Zeichen haben.

In der auf Gaia verfügbaren Serie Astrologie der Neuen Zeit erklärt die Astrologin Silke Schäfer Astrologie als ein Werkzeug, um persönliche Zyklen und Veränderungsprozesse besser zu verstehen. Anhand der Planeten, Häuser und anderer Elemente des Geburtshoroskops zeigt sie, wie diese Einflüsse verschiedene Bereiche deines Lebens widerspiegeln können.

Die persönlichen Planeten: Sonne, Mond, Merkur, Venus und Mars

Unter allen Planeten im Geburtshoroskop gibt es fünf, die sich besonders nah anfühlen: die Sonne, der Mond, Merkur, Venus und Mars. Sie werden persönliche Planeten genannt, weil sie Aspekte beschreiben, die du in deinem Alltag wiedererkennst: wie du bist, wie du fühlst, wie du denkst, was dich anzieht und wie du handelst. Außerdem bewegen sie sich am schnellsten durch den Himmel: Der Mond, der schnellste von ihnen, wechselt alle zwei oder drei Tage das Zeichen; die anderen innerhalb weniger Wochen.

Genau diese Schnelligkeit macht sie so persönlich. Weil sie so häufig das Zeichen wechseln, hängt ihre Position fast vom genauen Moment ab, in dem du geboren wurdest: Zwei Menschen, die nur wenige Tage auseinander geboren wurden, können sie bereits in unterschiedlichen Zeichen haben. Deshalb nennt man sie persönlich: Sie beschreiben das, was am intimsten und eigensten an dir ist.

Bevor wir weitermachen, eine Klarstellung: Die Sonne und der Mond sind in der Astronomie keine Planeten, aber die Astrologie zählt sie zu dieser Gruppe und behandelt sie genauso. Das solltest du im Hinterkopf behalten, denn sie sind die zwei wichtigsten Elemente deiner ganzen Karte.

  • Die Sonne ist das Herz deines Horoskops und das Element, das du bereits kennst, ohne es zu wissen: Wenn du sagst „Ich bin Zwilling“ oder „Ich bin Löwe“, sprichst du von ihr. Sie markiert das Zeichen, in dem die Sonne am Tag deiner Geburt stand, und steht für den Kern dessen, wer du bist: deine Identität, deine Art, dich auszudrücken, und das, wodurch du dich am authentischsten fühlst.
  • Der Mond ist ihr intimster Gegenpart: Wenn die Sonne zeigt, wer du bist, zeigt er, wie du fühlst. Er regiert deine emotionale Welt: wie du innerlich reagierst, was dich tröstet und was du brauchst, um dich ruhig zu fühlen. Er ist dein privatester Teil —der sichtbar wird, wenn du Vertrauen hast und deine Schutzmauern fallen lässt—, und deshalb bemerken ihn meist nur die Menschen, die dich wirklich gut kennen.
  • Merkur kümmert sich darum, wie du denkst und wie du kommunizierst: ob du direkt zur Sache kommst oder Umwege machst, ob du schnell entscheidest oder alles mehrmals durchdenken musst, bevor du sprichst. Er ist der Planet, der jedes Mal auftaucht, wenn du überlegst, eine Nachricht schreibst oder eine Idee erklärst.
  • Venus spricht von dem, was du genießt und was dich anzieht: deinem Sinn für Schönheit und den Vorlieben, die du fast ohne nachzudenken hast. Aber sie hat eine zweite, genauso wichtige Seite: die Art, wie du liebst und Zuneigung zeigst. Auf deine Venus zu schauen, hilft dir zu verstehen, warum dir gefällt, was dir gefällt, und warum du dich so verliebst, wie du dich verliebst.
  • Mars ist dein Motor: die Energie, mit der du verfolgst, was du willst, die Art, wie du wütend wirst, und der Antrieb, den du einsetzt, damit Dinge passieren. Wenn Venus das ist, was dich anzieht, ist Mars das, was du tust, um es dir zu holen.

Die sozialen Planeten: Jupiter und Saturn

Nach Mars wird der Rhythmus langsamer. Jupiter verbringt etwa ein Jahr in jedem Zeichen, Saturn etwa zweieinhalb Jahre. Weil sie sich so langsam bewegen, beschreiben sie nicht mehr deine Gesten im Alltag, sondern längere Prozesse: in welchen Bereichen deines Lebens du dich ausdehnst und in welchen du Ordnung schaffen, Verantwortung übernehmen und reifen musst.

Sie sind als soziale Planeten bekannt, weil sie von deiner Beziehung zur Welt um dich herum sprechen: von dem Platz, den du darin einnimmst, und davon, wie du auf ihre Regeln und Möglichkeiten reagierst. Wenn die persönlichen Planeten nach innen schauen, schauen diese nach außen.

  • Jupiter ist der Planet des Wachstums und des Vertrauens. Er zeigt die Bereiche, in denen dir Dinge meist leichtfallen, in denen du dich sicher fühlst und dich traust, Risiken einzugehen, ohne so viel Angst zu haben. Es ist der Teil deines Lebens, in dem du spürst, dass du genug Raum hast, um zu wachsen.
  • Saturn ist genau das Gegenteil: der Planet der Grenze, der Verantwortung und der anhaltenden Anstrengung. Er zeigt, wo das Leben mehr von dir verlangt, wo du reifen, Geduld haben und Schritt für Schritt vorangehen musst. Auch wenn er streng wirken kann, ist er derjenige, der dich dazu bringt, wirklich zu wachsen und Dinge aufzubauen, die bleiben.

Zwischen den beiden entsteht ein Gleichgewicht: Jupiter lädt dich ein, dich zu öffnen und etwas zu wagen; Saturn, Ordnung und Beständigkeit hineinzubringen.

Die transpersonalen Planeten: Uranus, Neptun und Pluto

Jetzt kommen wir zu den drei fernsten Planeten, die auch die langsamsten sind. Sie bewegen sich so ruhig, dass sie viele Jahre im selben Zeichen verbringen können: Uranus etwa sieben Jahre, Neptun fast vierzehn und Pluto, je nach Abschnitt seiner Umlaufbahn, sogar mehr als zwanzig. Das bedeutet, dass alle Menschen, die in derselben Zeit geboren wurden, sie im selben Zeichen haben. Deshalb nennt man sie transpersonal: Sie gehen über das Persönliche hinaus und beschreiben eine ganze Generation, nicht einen einzelnen Menschen.

Trotzdem sagt der genaue Punkt, an dem jeder von ihnen in deinem Horoskop steht, etwas über dich aus. Sie markieren nicht deine alltäglichen Eigenschaften, sondern tiefe Kräfte, die im Hintergrund wirken, fast ohne dass du es bemerkst, und die vor allem in den Momenten sichtbar werden, die dich wirklich verändern.

  • Uranus ist der Funke, der mit dem Bestehenden bricht: der Impuls, aus der Form auszubrechen und die Dinge auf deine Weise zu tun, auch wenn das andere stört. Er zeigt den Teil von dir, der Routine nicht erträgt und von Zeit zu Zeit alles verändern muss.
  • Neptun löst die Grenzen zwischen dem Realen und dem Imaginären auf. Er regiert Träume, Sensibilität und das spirituelle Leben, aber auch die Tendenz, Dinge zu idealisieren und schöner zu sehen, als sie sind. Er ist deine träumerischste Seite, im Guten wie im Schlechten.
  • Pluto ist der intensivste der drei. Er spricht von dem, was sich von der Wurzel her verwandelt: dem, was in dir stirbt und nach einer Krise oder einem schweren Schlag wiedergeboren wird. Er zeigt, wo du die tiefsten Veränderungen erlebst, jene, aus denen du als ein anderer Mensch hervorgehst.

Carta Astral

Welcher Planet welches Zeichen regiert

Bis hierher hast du die Planeten gesehen, wie sie durch die Zeichen wandern: Jeder stand je nach deinem Geburtstag in einem anderen Zeichen. Aber zwischen Planeten und Zeichen gibt es noch eine andere Art von Verbindung, die viel fester ist und nicht von einem bestimmten Horoskop abhängt. Jedes Zeichen hat einen Leitplaneten, seinen Herrscherplaneten: den, dem es am meisten ähnelt und von dem es einen großen Teil seiner Art übernimmt.

Diese Verbindung verändert sich nie. Egal, wo die Planeten heute stehen oder wo sie standen, als du geboren wurdest: Jedes Zeichen behält für immer denselben Herrscherplaneten.

Das erklärt, warum so viele Zeichen ihrem „eigenen“ Planeten so ähnlich wirken. Widder ist direkt und kämpferisch, genau wie Mars, der Planet des Antriebs; Stier ist ruhig und liebt Genuss, genau wie Venus. Den Herrscherplaneten eines Zeichens zu kennen, ist im Grunde eine weitere Möglichkeit, zu verstehen, wie es ist.

Das ist die Zuordnung zwischen jedem Zeichen und seinem Planeten:

  • Widder: Mars
  • Stier: Venus
  • Zwillinge: Merkur
  • Krebs: der Mond
  • Löwe: die Sonne
  • Jungfrau: Merkur
  • Waage: Venus
  • Skorpion: Pluto
  • Schütze: Jupiter
  • Steinbock: Saturn
  • Wassermann: Uranus
  • Fische: Neptun

Achte darauf, dass einige Planeten zwei Zeichen regieren: Merkur regiert Zwillinge und Jungfrau, und Venus Stier und Waage. Die Sonne und der Mond dagegen regieren jeweils nur eines.

Dazu gibt es noch ein interessantes Detail. Uranus, Neptun und Pluto wurden erst vor relativ kurzer Zeit entdeckt; davor standen ihre Zeichen —Wassermann, Fische und Skorpion— unter der Herrschaft anderer Planeten: Saturn, Jupiter und Mars. Deshalb wirst du in der traditionelleren Astrologie noch immer diese älteren Zuordnungen sehen.

Wie sich ein Planet je nach Zeichen und Haus verändert

Ein und derselbe Planet wird nicht von allen Menschen gleich erlebt. Einen Teil dieses Unterschieds hast du schon gesehen: Es hängt von dem Zeichen ab, in das er gefallen ist, also von dem, was die Astrologie meint, wenn sie „Venus im Stier“ oder „Mars im Löwen“ sagt. Aber das Zeichen wirkt nicht allein. Daneben kommt ein zweiter Faktor ins Spiel: das astrologische Haus. Zusammen erklären sie, warum sich ein und derselbe Planet in jedem Horoskop auf einzigartige Weise ausdrückt.

Stell es dir wie ein Theaterstück vor.

  • Der Planet ist der Schauspieler: der Teil von dir, der in Aktion tritt. Mars ist zum Beispiel dein Antrieb, diese Energie, mit der du dem nachgehst, was du willst.
  • Das Zeichen ist der Charakter dieses Schauspielers, der Stil, mit dem er sich bewegt: ruhig, intensiv oder vorsichtig. Ein Mars im Widder handelt schnell und ohne allzu viel nachzudenken; derselbe Antrieb würde sich in einem vorsichtigeren Zeichen mehr Zeit lassen.
  • Und das Haus ist die Bühne: der Bereich deines Lebens, in dem dieser Schauspieler auftritt. Die Häuser sind die zwölf Abschnitte, in die die Astrologie dein Horoskop einteilt, und jedes steht für ein konkretes Feld: Arbeit, Liebe, Geld, Familie, Gesundheit. Jeder Planet befindet sich in einem von ihnen, und das zeigt, in welchem Teil deines Lebens er sich am stärksten bemerkbar macht.

Schauen wir uns das an einem Beispiel an. Stell dir Mars —deinen Antrieb— im Zeichen Widder vor, was ihn impulsiv und direkt macht, und zwar im Haus der Arbeit. Die Deutung wäre ungefähr so: Du setzt fast deine ganze Energie im Beruflichen ein, und du tust es schnell und entschlossen, ohne lange darüber nachzudenken.

Derselbe Mars im Widder, aber im Haus der Partnerschaft, würde diesen ganzen Antrieb in deine Beziehungen bringen. Der Schauspieler und sein Charakter sind dieselben; das Einzige, was sich verändert, ist die Bühne, der Bereich deines Lebens, in dem all das sichtbar wird.

Deshalb können zwei Menschen denselben Planeten im selben Zeichen haben und ihn trotzdem sehr unterschiedlich erleben: Jeder trägt ihn in einem anderen Haus, in einem anderen Teil seines Lebens. Und aus dieser einzigartigen Mischung —Planet, Zeichen und Haus, wiederholt mit jedem einzelnen Element im ganzen Horoskop— entsteht jemand, der niemandem sonst ganz gleicht.

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