Spiritualität in Zeiten von Krisen: Tipps zur Stressreduktion

Rund um die Uhr spirituell zu sein, ist nicht einfach. In Zeiten von Corona oder auch COVID-19 genannt noch deutlich schwerer.
Zu den allgemeinen Stressquellen, wie der täglichen Arbeit (ob Home Office oder nicht), der zusätzlichen Kinderbetreuung, dem Haushalt, dem Zubereiten der Mahlzeiten und den vielen, vielen anderen Dingen des Alltags, kommt nun noch eine größere Herausforderung in Form eines globalen Krankheitsbildes hinzu. Der Coronavirus testet unsere Resilienz und fordert uns auf, nach innen zu schauen, unsere Ängste kennen zu lernen, sie anzunehmen und zum Wachstum zu nutzen. Gerade in solchen herausfordernden Zeiten, in denen wir eine spirituell kultivierte Einstellung am meisten brauchen, vergessen wir oft, wie wir in unserer Mitte bleiben. Krisen können in uns das Schlimmste, aber auch das Beste auslösen. Es ist schwer sich dem Stress zu entziehen, der von den Ereignissen in der Welt ausgeht. Stress kann dazu führen, dass jeder von uns das Gleichgewicht verliert – geistig, emotional und seelisch. Aber das muss nicht sein.
Hier sind Tipps, um dich auch in diesen stressigen Zeiten in der Mitte zu halten.
Akzeptiere deine Angst
Angst ist immer ein Signal. Sie warnt uns häufig vor einer Gefahr und findet in Zeiten von Unsicherheiten einen satten Nährboden. Angst ist unangenehm und wir Menschen neigen dazu sie von uns weg zu schieben. Doch tatsächlich ist unsere Angst auch ein Hilfsmittel und kann durch Akzeptanz zu einem Freund werden. Lass deine Angst daher zu und akzeptiere sie. Nimm sie an, aber lass sie nicht über dich bestimmen, denn sie ist ein guter Diener aber ein schlechter Herr.
Bewältigung von Stress und Angst
Transzendenz – S1:Fo2
Nimm das Geschenk der Veränderung an
Veränderung ist häufig mit Schmerz verbunden. Der Schmerz entsteht dadurch, dass wir an dem Gewohnten und der vermeintlichen Sicherheit festhalten. Doch gerade in der Veränderung steckt häufig ein Geschenk. Fokussiere dich daher auf die positiven Dinge, die eine Stress- oder Krisensituation an Veränderung mit sich bringt.
Bleibe im Moment
Du bist da, wo deine Füße sind. Schon fünf Minuten Achtsamkeit können wie ein Wunder wirken. Wenn deine Gedanken abschweifen fühle in deinen Körper hinein und mache dir bewusst, wo und wie deine Füße die Erde berühren. Und oft ist das alles, was man braucht, um sich in den Moment zurückzuversetzen.
Besinne dich auf deine Werte
Was sind deine Werte? Nimm dir gerade in unsicheren Zeiten einen Stift und einen Zettel und schreibe deine fünf wichtigsten Werte auf. Wenn du deine Werte kennst, kannst du neue Klarheit gewinnen, deine Situation besser bewerten und dich neu ausrichten. Deine Werte können dich im Prozess der Akzeptanz und Veränderung unterstützen.
Sei Dankbar
Richte deine Aufmerksamkeit auf die Dinge, für die du dankbar sein kannst. Jede Situation birgt auch einen Funken Gutes. Diesen Funken gilt es am Leben zu halten, durch Dankbarkeit. Nimm dir jeden Morgen nach dem Aufstehen und jeden Abend nach dem zu Bett gehen Zeit, um dankbar für die alltäglichen Dinge dankbar zu sein.
Erweitere deine Sicht der Dinge
Eines der besten Dinge, die man in einer Zeit des Stresses tun kann, ist, sich selbst die Möglichkeit zu geben, das Gesamtbild zu sehen. Suche dir dazu Inhalte, die dich inspirieren und dein Blickfeld erweitern.
PHI: Bewusstseinsevolution
Verbinde dich mit deinem höheren Selbst
Jeder von uns hat einen physischen Körper, der unsere Seele beherbergt. Es ist deine Seele, in der eine Quelle höherer, innerer Weisheit entspringt. Du kannst diese Quelle der Weisheit jederzeit zum Vorankommen anzapfen.
Der einfachste Weg, an die höchste Weisheit deiner Seele zu gelangen, ist, sich von den Überzeugungen, wie die Welt auszusehen hat, zu trennen – vorübergehend. Jetzt ist die Zeit des Rückzugs. Nimm die Gelegenheit wahr und verbringe deine Zeit bewusst mit dir allein. Meditiere. Sei nur mit dir selbst zusammen und stelle dir die wichtigen Fragen.
Wähle deinen Medienkonsum bewusst
Stresssituationen entstehen oft nicht von innen heraus. Ihr Ursprung liegt in der Regel in all den äußeren Zwängen und Nachrichten, die auf uns ausgeübt werden. Löse die Ursache für den Stress auf. Schalte den Computer aus, schalte dein Smartphone aus und konsumiere Medien nur ganz bewusst, besonders bevor du zu Bett gehst. Auf diese Weise beruhigst du deine Nerven, trennst dich von Stress anderer Menschen und kannst leichter einschlafen. Auf diese Weise kannst du den nächsten Tag leichter mit der gegenwärtigen Gemütsverfassung angehen und die Krisensituation leichter annehmen.
Lies ein Buch
Bücher können unglaublich entspannend und erdend sein, besonders Bücher spiritueller Natur. Um sich in Zeiten von Stress wieder mit deiner spirituellen Natur zu verbinden, lies die spirituellen Tugenden, denen du folgst, noch einmal durch und frische sie auf. Einfach das, was man am meisten schätzt, erneut zu lesen, kann einen tiefgreifenden Einfluss auf die Kompetenz haben, die Widerstandsfähigkeit durch den Sturm zu kultivieren.
Rumi, Khalil Gibran und Rainer Maria Rilke sind ausgezeichnete Autoren, die Ihre eigene alte und zeitlose spirituelle Weisheit wieder aufgreifen und sich mit ihr verbinden.
10 Aktivitäten, die dich während der Corona-Quarantäne stärken

Die Welt steht in unserem modernen Leben vor einer noch nie dagewesenen Zeit – das Coronavirus, oder COVID-19, hat uns alle in eine große Auszeit versetzt. Alles steht still, von der Schule über die Arbeit bis hin zu den alltäglichen Gewohnheiten, die wir bis dato als selbstverständlich ansahen. Viele von uns kämpfen mit diesen Einschränkungen und fühlen sich verloren und sehr gestresst.
Obwohl wir das Virus persönlich nicht kontrollieren können, können wir neben sozialer Distanzierung und ausreichender Hygiene eine Reihe weiterer persönlicher Maßnahmen ergreifen, die uns und unseren Lieben helfen, diese Pandemie gesund und gestärkt zu überstehen.
Um das Wohlbefinden von Körper, Geist und Seele in der Zeit von COVID-19 aufrecht zu erhalten, haben wir dir hier einige Tipps für deine Praxis zusammengestellt.
1. Beginne bei dir selbst
Wir kenne die Anweisungen im Flugzeug. Setze im Notfall zuerst deine eigene Sauerstoffmaske auf und kümmere dich dann um alle anderen. Selbstfürsorge ist nicht egoistisch; es ist die liebevollste Handlung, die du praktizieren kannst. Sie bietet dir die notwendige Grundlage, um anderen zu helfen. Wenn du im Home Office arbeitest, nimm dir morgens die Zeit, um zu duschen, gut zu Frühstücken und deinen Arbeitsbereich nach ergonomischen Gesichtspunkten einzurichten. Es bietet sich gerade jetzt an, Tagebuch zu führen. Es hilft dir Emotionen täglich zu monitoren und dadurch ein Gefühl der Selbstwahrnehmung und Achtsamkeit zu fördern.
2. Tief einatmen
Wusstest du, dass eine gleichmäßige, tiefe Atmung dein Nervensystem sofort beruhigen kann? Da sich die COVID-19-Situation schnell (und ständig) ändert, können dir tiefe, bewusste und reinigende Atemzüge helfen, inmitten der Unsicherheit ruhig zu bleiben. Es gibt eine Vielzahl von Meditationen, die online verfügbar sind und dich zu einem ruhigeren Geisteszustand führen können. Schon fünf Minuten am Tag können den Unterschied ausmachen, wie du dich fühlst.